Die ARGE Tauchen Österreich ersucht während des Corona bedingten Ausnahmezustandes alle Zusatzrisiken zu vermeiden. Dazu zählt jedenfalls auch die Ausübung jeglicher Risikosportarten wie eben auch das Tauchen. (Ebenso wie z.B. Rennrad-, Motorradfahren, Mountainbiken, Bergsteigen, Klettern und vieles derartiges mehr).

Erfahrungsgemäß geht jeder davon aus, dass ihm nichts passieren wird. Ich bin überzeugt, dass kaum ein Verunfallter zuvor damit gerechnet hat, dass ihm etwas zustoßen könnte. Tauchen in jeder Form zählt zweifelsfrei zu den Risikosportarten. Daher sind ja auch sehr viele von uns ebenso sinnvoller wie dankenswerter Weise bei DAN, Aquamed und sonst eventuell vergleichbaren Organisationen für eben dieses uns bewusste Zusatzrisiko Tauchen versichert.

Ohne Zweifel befindet sich unser gesamtes Gesundheitssystem in einer noch nie dagewesenen Be- und Überlastungssituation. Jeder vermeidbare Notfall würde für die ohnedies unter schwierigsten Bedingungen arbeitenden Kräfte einerseits, aber auch für die hilfsbedürftig Erkrankten eine absolut unzumutbare Belastung darstellen. 

Daher beachte bitte die Vorgaben unserer wie ich meine hervorragend arbeitenden Regierung und verzichte während dieser Ausnahmezeit auch auf das Tauchen!

Andreas Pacher, Obmann der ARGE Tauchen Österreich am 21.3.2020

Transport mit dem Notarzthubschrauber

Viele der in den österreichischen Seen (Schwerpunkt Attersee) verunfallten / erkrankten Taucher müssen mit dem Notarzthubschrauber nach Salzburg, München, Graz, Murnau usw. geflogen werden. Dabei entstehen derzeit Kosten zwischen 4.000 und 8.000,-€! Zum Beispiel, die Wiener Gebietskrankenkasse übernimmt davon lediglich rund 950,- €. Die Versicherung der Dive Card (ausgenommen bei nicht unfallbedingter Taucherkrankung) übernimmt 3.600,-€

Wer zahlt den Rest?

Kosten der Druckkammerbehandlung

Diese sind klarerweise je nach schwere der Erkrankung sehr unterschiedlich. Es entstehen aber auf jeden Fall extrem hohe Kosten die rasch mehrere 10.000,-€ betragen können.

Suche und Bergung

Die Suche und Bergung von vermissten Tauchern wird in Österreich überwiegend von Tauchern der Freiwilligen Feuerwehr und der Österreichischen Wasserrettung durchgeführt. Diese Suche nimmt oftmals mehrere Tage, ja sogar Wochen in Anspruch und kann sehr personal- und zeitintensiv sein. Zudem müssen in großer Tiefe Spezialkameras und zur Bergung Mischgastaucher eingesetzt werden.

Da entstehen auch rasch enorme Kosten 10.000,-€ und auch deutlich darüber.

Folgekosten

Folgekosten die durch sehr lange oder sogar dauernde Berufsunfähigkeit, REHA, oder bei Tod durch Totalausfall des Familieneinkommens entstehen sollten ebenfalls mit überlegt werden.

Die ARGE TAUCHEN ÖSTERREICH empfiehlt daher dringend den Abschluss einer tauchspezifischen Versicherung!

Eine normale Unfallversicherung reicht hier meist nicht aus, da hier eine nicht unfallbedingte Taucherkrankung (also z.B. Deco nach normalen Tauchgang) nicht gedeckt ist!